Intel oder AMD – Worauf muss beim PC-Kauf geachtet werden?

Hardware | Monday March 14 2011 4:55 pm | Comments Off Tags: , ,

Der Prozessor ist eine der wichtigsten Komponenten eines Computers. Die Geschwindigkeit der CPU entscheidet über die Leistung des PCs, erst schnelle Modelle ermöglichen ausreichende Geschwindigkeiten bei Videoschnitt oder Computerspielen. Für den heimischen Computer kommen dabei nur noch zwei Prozessor-Hersteller in Frage: AMD und Intel.

Einige Fallstricke beim Kauf gibt es zu beachten. Die noch vor einigen Jahren sehr wichtige Taktfrequenz sagt heutzutage kaum noch etwas über die tatsächliche Leistung des Prozessors aus. Bei vielen Modellen wird der Takt daher in der Typenbezeichnung gar nicht mehr angegeben, entsprechende Informationen finden sich erst in den Begleittexten zur CPU. Viele moderne Anwendungsprogramme und auch Spiele nutzen hingegen die Vorteile mehrerer Rechenkerne. Auf den meisten aktuellen CPUs arbeitet nicht mehr wie vor einigen Jahren nur ein Kern sondern zwei, vier oder gar sechs dieser Recheneinheiten.

Bei Intel handelt es sich um den Marktführer bei modernen Prozessoren im sogenannten x86-Design für das unter anderem Windows ausschließlich ausgelegt ist. Für einen Prozessor von Intel spricht die hohe Leistung pro Megahertz – bei gleichem Takt ist ein Intel-Prozessor einer aktuellen Modellreihe fast immer schneller als ein Prozessor von AMD. Intel bietet mit dem Celeron allerdings preislich und auch bei der Leistung stark beschnittene CPUs an, auch die Prozessoren der Pentium-Baureihe sind eher für den preisbewussten Einsteiger gedacht. Top-Leistung gibt es dann mit den CPUs der Core-i-Reihe. Die aktuelle Serie hört dabei auf den Codenamen Sandy Bridge und benötigt spezielle Mainboards mit dem Sockel LGA1155. Diese Core-i-CPUs wie der Intel Core i7 2600 verfügen zusätzlich über eine integrierte Grafikeinheit, die für Büroaufgaben, Internet und auch Grafikbearbeitung und Videoschnitt ausreichend schnell ist. Eine zusätzliche Grafikkarte muss bei diesen CPUs also nur erworben werden, wenn der PC auch für aktuelle und aufwändige Spiele gedacht sein soll.

Wird maximale CPU-Leistung benötigt um beispielsweise hochauflösende Videos zu bearbeiten oder um wissenschaftliche Berechnungen durchzuführen ist eine Intel-CPU die richtige Wahl. Allerdings liegt der Preis dieser Prozessoren deutlich über dem einer AMD-CPU.

Diese Recheneinheiten benötigen andere Mainboards als die CPUs von Intel – der Sockel bei AMD nennt sich AM3 und neuerdings AM3+. In Mainboards mit AM3+-Sockel lassen sich auch die kommenden Prozessoren der Bulldozer-Baureihe verbauen, sie sind also zukunftssicherer. Auch wenn AMDs Phenom- und Athlon-Prozessoren nicht so viel Rohleistung erbringen wie Intel-CPUs, die gebotene Leistung reicht dennoch für so gut wie jeden Anwendungszweck. Spiele, Filme, Bildbearbeitung stellen AMD-Prozessoren vor keine großen Herausforderungen. Dabei wird allerdings der Geldbeutel stark geschont, einen topmodernen Sechskernprozessor gibt es in Form des Phenom II X6 schon für den Preis eines durchschnittlichen Vierkernprozessors bei Intel.

 

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